Hundeprojekt in der Klasse Mayer/Brodersen/Sievers
Frau Mayer und Frau Brodersen geben einen abschließenden Bericht über ihr Hundeprojekt in ihrer Klasse:

Im Frühjahr 2008 haben wir uns in unserer Klasse über einen Zeitraum von 8 Wochen intensiv mit dem Thema „Hunde“ beschäftigt.
Die Idee für dieses Projekt kam uns durch den persönlichen Wunsch von Frau Brodersen und ihrem Mann, sich einen Hund anzuschaffen, um mit ihm später im Rahmen der „Tiergestützten Pädagogik“ mit behinderten Menschen zu arbeiten.
Um dem Tier eine optimale Vorbereitung auf diese Arbeit zu ermöglichen, ist es wichtig, ihn in der so genannten Prägephase mit dem Umfeld von behinderten Menschen vertraut zu machen.

Wir begannen unser Projekt schon, bevor Rine in unsere Klasse kam. Wir erarbeiteten gemeinsam Regeln über den Umgang mit Hunden und speziell mit Rine. Alle Schüler bereicherten das Projekt, indem sie unterschiedliche Materialien wie Bücher, Hundeutensilien oder Plüschtiere von Zuhause mitbrachten und den „Hundetisch“ einrichteten.Wir befassten uns mit der Anatomie des Hundes und lernten etwas über die Hundesprache. Außerdem stellten wir verschiedene Hundeberufe vor.
Der Hundetisch Die Hundeberufe
An den Tagen, an denen Rine bei uns war (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag), begannen wir den Unterricht in der Regel mit einer Begrüßungsrunde gemeinsam mit ihr. So gaben wir ihr Gelegenheit, alle Schüler und Erwachsenen zu beschnüffeln und auf ihre Weise zu begrüßen. Wurde mit dem Unterricht begonnen, war es Rine freigestellt, wo sie sich aufhielt. Frau Brodersen brachte immer Rines Hunde-Box mit, in die sie sich zurückziehen konnte. Manchmal blieb Rine einfach mit im Kreis oder sie legte sich unter den Tisch.
Es war deutlich zu merken, dass der Geräuschpegel bei Rines Anwesenheit erheblich zurückging. Die Schüler nahmen viel mehr Rücksicht untereinander und das gemeinsame Thema brachte alle näher zusammen.

Auch im Werkunterricht wurde das Thema Hunde aufgegriffen. In mehreren Stunden wurden z.B. Hunde aus Papier gefaltet oder Rundhölzer zu lustigen Hunden umgestaltet.

Zur großen Freude der Erwachsenen nahmen die Kinder dieses Projekt mit sehr viel Herz und Liebe an. Rine wurde von den Schülern beschützt und genau beobachtet, respektiert und lieb gewonnen. Ängstliche Kinder konnten ihre Vorbehalte abbauen und gelassener werden.
Zum
Abschluss des Projektes wurde ein gemeinsamer Schulvormittag mit einem
Spaziergang mit Rine und Vince, dem Labrador-Hund von Frau Mayer, erlebt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Projekt die Klasse sehr positiv und vor allem nachhaltig beeinflusst hat. Es ist eine Freude zu sehen, wie Rine erwartet, aufgenommen und integriert wurde und wird. Auch in Zukunft wird Rine bei uns in der Klasse bleiben und uns alle sicherlich auf ihre ganz besondere Weise begleiten.